Ich bin ich

Ich wurde im Sommer 1982 im Süden Deutschlands, an den Ufern des Starnberger Sees geboren und kam kurz nach der Wende mit meiner Mutter in die deutsche Hauptstadt. Dort habe ich rund 25 Jahre in Schöneberg gelebt. Obwohl ich bereits mit dreizehn Jahren mit dem Schreiben meiner Romanserie “2044” begonnen hatte, haben sich zunächst vielerlei Dinge in meinem Leben ereignet, die nichts mit Büchern oder gar Schriftstellerei zu tun hatten.

Das Schreiben hat mich durch alle Hochs und Tiefs meines Lebens begleitet. Es war in all den Jahren das Einzige, zu dem ich immer wieder zurückgekehrt bin, und woran ich nie gezweifelt habe. “2044” begleitet mich seit ihr jung bin, ich liebe die Geschichte und trotzdem habe ich erst mit 20 Jahren das erste Mal begonnen, mich mit dem Gedanken auseinanderzusetzen, die Erzählung zu veröffentlichen.

Der Weg zur Veröffentlichung war einer der schwersten, den ich je gegangen bin. Am meisten habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was die Menschen, die mich gut kennen, über mich denken werden, wenn sie “2044” lesen. Es benennt schließlich eine Menge sehr kritischer Themen und stellen vieles, das wir als gegeben hinnehmen, in Frage. Es kam mir wie ein seelischer Striptease vor, das Buch herauszubringen.

Inzwischen hat sich ziemlich viel davon abgerieben und ich habe das Gefühl, immer mehr in die Rolle einer Autorin hineingewachsen zu sein.

Aber ich erinnere mich noch gut daran, dass ich mir als junges Mädchen in der Grundschule nicht vorstellen konnte, eines Tages Schriftstellerin zu werden, obwohl meine Deutschlehrerin der festen Überzeugung war, es würde so kommen, weil ich schon damals gute Geschichten geschrieben habe.

Heute würde ich es nicht mehr anders wollen.

Ich würde von mir selbst nicht sagen, besonders politisch zu sein, allerdings sehe ich in der coronaktuellen Situation tatsächlich die Notwendigkeit, sich für die Grundrechte und einen ehrlichen wissenschaftlichen Diskurs einzusetzen.

Ich könnte wahnsinnig viel an dieser Stelle darüber schreiben, wer ich bin, was ich denke, woher ich komme …
Tatsächlich erfärt man darüber aus meinen Romanen, wenn man diese aufmerksam liest. Zudem betreibe ich einen eigenen You Tube Kanal, auf dem ich sehr viel Einblicke in mein Denken und Fühlen biete.
Sehr wahrscheinlich bin ich eine Aktivistin, aber genau genommen bin ich Schubladenverweigererin.

Bitte fühl dich eingeladen, dir einfach selbst ein Bild zu machen.

Alles Liebe, Limarå