Buchrezensionen

5/5

Der Name des Windes

Fantasy für den Brockhaus

Wenn man im Brockhaus unter Fantasy nachschlagen würde, sollte dort auf jeden Fall dieses Buch genannt werden. Ich lese schon mein halbes Leben lang Fantasy und dieses Buch hat im gewissen Sinne neue Maßstäbe gesetzt.
Mir wurde das Buch nahezu zeitgleich von einem guten Freund und meiner eigenen Lektorin empfohlen und da ich den Lesegeschmack und Anspruch der beiden kenne, habe ich den Roman ohne viel Nachhaken angefangen.
Da ich selbst schreibe, habe ich das Problem der Meta Ebene, in die ich beim Lesen sofort rutsche, wenn mich die Geschichte nicht packt, DOCH DAS HAT SIE! Heftig und unnachgiebig!
Endlich mal keine Herr der Ringe Blaupause, mit denselben immer wieder dagewesenen Motiven und Problematiken, NEIN! Dieser Romen eröffnet eine schillernde neue Welt, mit bekannten und doch überraschenden Aspekten, die mich haben mitfiebern lassen, wie selten zuvor,
(…)

2/5

Die Furcht des Weisen

Waaaaaaarum? Warum diese Talfahrt?! Bei so viel Talent!

Das regt mich auf! Daher etwas länger.
Ich gebe dem zweiten Teil von Patrick Rothfuss‘ Geschichte ganz bewusst nur zwei Sterne, um den drastischen Unterschied zum ersten Teil zu veranschaulichen. Obwohl die Geschichte absolut 5-Sterne-Potenzial hat.
Zugegeben: meine Erwartungen waren hoch, angeheizt durch den ersten Teil, der in mir ein wahres Feuerwerk an Mitfiebern und Freude über diese gelungene Geschichte entzündet hat, so vermochte es der zweite Teil kaum, ein Teelicht an Begeisterung in meinem Leserinnenherz zu entzünden.
Ich möchte damit nicht Rothfuss‘ Schreibstil kritisieren – dieser ist genial, eben das, was Fantasy zu Fantasy macht. Bildhaft, emotional und doch gut verständlich.
Nein, es geht nicht darum zu bestreiten, dass Patrick Rothfuss ein begabter Erzähler ist.
Es geht mir mehr um eine gewisse Zähigkeit, die nach dem doch recht dynamischen ersten Teil nun in die Geschichte Einzug hält.
Ankerpunkt dieser massiven Kritik ist meines Erachtens nach eine schwer zu vermeidende Problematik: Die Gewöhnung, die mich mit dem zweiten Teil ereilt hat. Das Story-Raster wird gewöhnlich.
(…)

2/5

Elfenmagie - Elvion Band 1

Anspruchslos: GZSZ unter Elfen - Seifenoper in Elvion

Mir wurde das Buch von Amazon vorgeschlagen und ich war nach Patrick Rothfuss‘ ‚Der Name des Windes‘ auf der Suche nach einem dicken (unter 500 Seiten läuft da eh nix 😉 Buch, mit dem ich mir die Zeit angenehm vertreiben kann. Zugegeben ist für mich das Lesen fremder Bücher ungemein schwierig geworden, da ich beruflich an Texten arbeite, und daher nahezu immer Meta-Ebene lese, mittlerweile auch bei Unterhaltungsliteratur.

Kritik an diesem Buch:
Ich war ein bisschen voreingenommen von einigen der Amazon-Rezensionen, fand diese dann aber leider bestätigt, was sich vor allem dadurch gezeigt hat, dass ich überhaupt erst nach 450 Seiten in die Story reingekommen bin, was voranging dem recht durchschaubaren und teilweise ultra-naiven Stil der Autorin zuzuschreiben ist, der mich ziemlich genervt hat. (…)

1/5

ZARA - Die Rückkehr der Steinschützer

Keine zehn Seiten geschafft ...

Vorweg: Ich bin seit einer Weile dazu übergegangen, ehe ich mir ein Ebook kaufe, zunächst die Leseprobe zu lesen, weil ich dadurch unangenehme Überraschungen vermeiden und meinen Geldbeutel schonen kann. Wie auch in diesem Fall. Zu dem Buch bzw zu seinem Anfang möchte ich sagen: Ich finde das Cover sehr ansprechend und wirklich schön gemacht. Das war es dann aber auch schon.
Ansonsten habe ich die Zeit des Reinlesens nur mit Kopfschütteln zugebracht.
Punkt eins: Was hat das Cover mit Zara zu tun? Zara ist laut Aussagen der Story ein Knabe, kein Rosenblütenblättriges Hexenmädchen.
Punkt zwei: Der Tagebucheintrag seiner Mutter am Anfang. Für mein Gefühl völlig unglaubwürdig. Eine Hexe schreibt doch auf solche Weise kein Tagebuch. Da hätte es doch auch ein klassischer Epilog getan. Normalerweise dienen Tagebucheinträge in einer Geschichte der Vertiefung des jeweiligen Charakters, nur dieser Eintrag unterscheidet sich stilistisch, bis auf seine Perspektive, nicht vom Rest der Geschichte. Die junge Hexe bleibt ohne jeden Schliff. (….)

1/5

Die Mächte des Feuers

Eine Talfahrt

Ich bin vor einer Weile über Oneiros auf Markus Heitz als Autor aufmerksam geworden und fand die Geschichte um die Totschläfer originell und unterhaltsam, wiel sie sich eben nur zum Teil der gängigen Klischees bedient, was wie ich finde eine Stärke bei Markus Heitz ist, der es oft fertigbringt klassische Themen aus dem Bereich Fantasy SF in neue Zusammenhänge zu bringen. Bei die Mächte des Feuers habe ich gehofft und angenommen, dass es sich ähnlich verhält aber ich fand die Story schon nach einem Viertel ziemlich langweilig.
Ab der Hälfte habe ich mich nur noch gefragt und dies war auch der einzige Grund warum ich das Hörbuch zuende gehört habe, wer von den beiden äußerst charismatischen Typen, der Russe oder der Agent, seine wahre Identität als sprechende Echse preisgeben würde. Diesen Punkt der Doppelidentität fand ich derart vorhersagbar konzipiert in der Geschichte, das es mich fast schon etwas wütend gemacht hat. Für mich ist das stets ein Anzeichen, dass ein Plot nicht mit Leidenschaft und der für dieses Genre notwendigen Fantasie entworfen wurde, sondern mit einem Mental-Zirkel und einer Deadline. (…)

1/5
2/5
1/5
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2.5/5
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4/5
2.5/5
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3.8/5
3/5